Simone Engelmann 10:58 Dezember 9, 2017 Kommentare sind deaktiviert

Phytotherapie bei Tieren mit Dr.med.vet Alexandra Nadig

Ein ganz neuer Aspekt der Phytotherapie begegnete uns bei dem Besuch der Tierärztin Dr. med. vet. Alexandra Nadig. Wir erfuhren, dass Hunde sehr gut auf eine Therapie mit Heilpflanzen ansprechen. So können wir unseren Hund vorbeugend und bei leichten Erkrankungen wunderbar selber mit Heilpflanzen therapieren. Viele alte Hausmittel, die wir aus unserer Kindheit kennen, bewähren sich auch bei Hunden und sind oft genauso effizient wie eine Spritze vom Tierarzt. So können auch der altbewährte Kamillentee, Dampfinhalationen, Heilsalben und Wickel unserem Tier helfen.

Die Phytotherapie, bei der mit den Wirkstoffen der Pflanzen gearbeitet wird, ist der Ursprung der Medizin und heute noch elementarer Bestandteil der Medizin. Sie war nie weg, nur haben wir Menschen die eigentliche Heilkraft der Pflanzen, die um uns herum wachsen, vergessen, verdrängt oder einfach nicht mehr gelernt und kennengelernt. Aber dazu ist es nie zu spät. Sehr gerne möchte Alexandra Nadig ihren Teil dazu beitragen, den Menschen dieses Wissen und Bewusstsein wieder nahe zu bringen.

Sie hat die Weisheit von Äsculaps (= Asclepius), dem griechischen Gott der Heilkunst, „erst das Wort, dann die Wurz, dann das Messer“ ergänzt: erst das Gespräch, dann die Phytotheraphie, dann das synthetische Medikament, dann der operative Eingriff. Natürlich ist sie froh, wenn in Notfällen ein schnell wirkendes Antibiotikum vorhanden ist, versucht jedoch immer wenn es der Zustand des Tieres erlaubt, den natürlichen Weg mit pflanzlichen Antibiotika zu gehen. So helfen ätherische Öle sehr oft als natürliches Antibiotika, vor allem wenn Alexandra Nadig mit einem Aromatogramm vorher die benötigten Wirkstoffe feststellt. Die Natur schenkt uns Heilmöglichkeiten, jedoch müssen wir dazu unsere Komfortzone verlasse. Denn ein ganzheitlicher Ansatz bedeutet genaues Beobachten, oft Umstellen von Gewohnheiten und Hinterfragen von Glaubenssätzen.

Es werden hohe Investitionen auf der Suche nach neuen pflanzlichen Wirkstoffen eingesetzt, da man das Potenzial der Heilpflanzen kennt. Jedoch wird gleichzeitig versucht, uns den Umgang mit ihnen madig zu machen durch Angst und Halbwahrheiten, damit auch der Tierbesitzer zum unmündigen Patienten wird. Selbstverantwortung, also Mitdenken und Selbständigkeit, also eigenes Versorgen mit Heilpflanzen, ist nicht erwünscht. Gerade der Tierbesitzer ist eine rege Einkommensquelle durch viele Konzepte, die ihm eingeredet werden wie „das Tier muss regelmäßig entwurmt werden oder gegen Zecken ein Antirepellent bekommen“ usw. Unsere Haustiere leiden außerdem genauso unter den Zivilisationskrankheiten wie wir Menschen. Sie sind den Pestiziden sogar stärker ausgesetzt als wir Menschen, da sie diese am Boden aufnehmen, werden mit Fast-Food, d.h. mit Trockenfutter, abgefertigt und geschwächt und leiden ebenso unter Stress durch Lärm, Überreizung usw.  Zu diesen Faktoren zählt Alexandra Nadig noch die seelische Ebene dazu, denn gerade der Hund verbindet sich stark mit uns und leidet oft mit seinen Besitzern. Ist sein Immunsystem geschwächt z.B. durch ein Übermaß an Impfungen, Wurmtabletten usw. dann trägt er manchmal auch die seelische Last des Besitzers als Krankheit aus.

Den Tierbesitzern wird oft eingeredet, dass unsere Tiere regelmäßig entwurmt werden müssen. Jedoch wird dabei nicht betont, dass es keine Vorbeugung gibt, denn morgen kann das Tier schon wieder neu befallen sein. Also ist keine Prophylaxe möglich! Wir vergessen außerdem, dass in der Natur Lebensgemeinschaften zu einem gesunden Gleichgewicht finden, die Natur sucht immer den Weg zur Heilung. Bakterien sind nicht an sich „böse“, sondern erlauben uns überhaupt erst zu leben. Es steht immer die Frage im Vordergrund: Wieso kommt es dazu, dass Parasiten den Körper, der ja eigentlich ihre Lebensgrundlage ist, schädigen? Daraus ergibt sich die Feststellung, dass Tiere, die extrem von Zecken und Flöhen befallen sind, nicht wirklich gesund sind. Helfen können z.B. eine Darmreinigung, Nahrungsumstellung, Stärkung des Immunsystems oder Veränderung von Lebensumständen.

Das Interview mit ihr bei Heilkräfte der Natur vermittelt Mut und befreit von vielen Glaubenssätzen. Sie gibt viele Tipps und öffnet uns die Augen für all die Möglichkeiten, die wir Tierbesitzer haben. Unterstützen Sie „Heilkräfte der Natur“ mit Ihrem Kauf eines Wissenspaketes, denn nur so können wir diese Arbeit fortsetzen und auch diese Artikel schreiben:

http://heilkraeftedernatur.de/wissenspaket/

Hier der Trailer vom Interview mit Alexandra Nadig:

https://vimeo.com/230232823 

Hier Rezepte aus dem Buch Heilpflanzen für Hunde Wirkungsweise, Rezepturen und Anwendung, Kosmos Verlag 2013, ISBN-10:3-440-12761-3

Wundheilsalbe:

Geben Sie in 100 ml Olivenöl:

Beinwellwurzeln, Ringelblume, Gänseblümchen und Schafgarbe.

Die Kräuter sollten bedeckt sein, über Nacht stehen lassen

Das Öl vorsichtig erwärmen (nicht über 70 Grad)

45 Min. ziehen lassen, ab und zu umrühren

Kräuter abseihen

10 Tropfen Propolis-Tinktur inzufügen

10 g Bienenwachs, rühren bis es geschmolzen ist

Die Mischung in ein Gläschen, Deckel erst nach Erkalten darauf geben

Im Kühlschrank aufbewahren

 

Antiparasiten-Kissen:

Nähen Sie eine Kissenhülle aus Leinen oder nehmen Sie einen Bio-Baumwollkissenbezug (konventionelle Baumwolle vorher mehrmals waschen)

Füllen Sie mit getrockneten Kräutern wie

  • Adlerfarn
  • Rainfarn
  • Schafgarbe
  • Crysanthemenblüten
  • Duftgeranienblätter
  • Thymian
  • Rosmarin
  • Lavendel
  • Nelkenwurz

Dieses Kissen legen Sie dem Hund auf den Schlafplatz. Parasiten mögen diese Düfte nicht und fühlen sich in einer solchen Umgebung unwohl.