Simone Engelmann 21:10 Januar 20, 2018 Kommentare sind deaktiviert

Die Welt der Urpflanzen – Renato Strassmann

Renato Strassmann überrascht uns Kräuterinteressierte immer wieder. Sein Standardwerk in vielen Auflagen die „Baumheilkunde“ ist eines der reichhaltigsten Werke über Heilkraft, Mythos und Magie der Bäume. Ein hilfreicher Arbeits- und Nachschlagfundus zu Fragen rund um Bäume!

Nun erschien das neue Buch „Urpflanzen Kraft, Magie und Weisheit aller Heilpflanzen“. Im Vorwort schreibt er, dass seine persönlichen Begegnungen mit diesen Wesen aus der Urzeit bis zur frühen Kindheit zurückreichen und das Leben ihn lehrte, dass Wissen alleine wohl sehr wertvoll ist, jedoch erst durch die selbst gemachte Erfahrungen komplettiert wird“.  Genau dorthin nimmt er uns in seinem Buch mit auf die Reise in die Welt der Erfahrungen und Überlieferung.

Bei unserer Begegnung möchte ich jedoch erst meinen Wissensdurst löschen und daher die Frage an ihn: „Was sind Urpflanzen?“ Renato erläutert uns, dass Urpflanzen die Menschen anders berühren als die Blühpflanzen,  Teil der archaischen Urgeschichte sind und den Weg der Entwicklung zur Menschwerdung begleiten.

Der Begriff Urpflanze kommt von Goethe, der ihn uns als Klangname näher gebracht hat. Seine naturwissenschaftlichen und philosophischen Forschungen beinhalteten die Suche nach einer Pflanze, in der alle anderen Pflanzen und deren Entwicklungen bereits angelegt ist. Es handelt sich um Pflanzen, die weitaus älter sind in der Evolution, Schöpfungsgeschichte der Natur, es sind die ersten Pflanzen, die auf Land Fuß gefasst und Grundlage jeglicher anderer Entwicklungen geschafft haben. Ohne Farne, Moose, Flechten, Pilze hätte es keine Bäume, keine Landtiere und somit auch keine Menschheitsentwicklung gegeben. Das einzigartige und erstaunliche ist, dass sie sich in Form, Art, Wirken und Befruchtung, also in ihrem Wesen nicht verändert haben. Das einzige, was sie verändert haben, ist ihre Größe. Um die Botschaft des Ursprungs weiterzutragen, war es nötig aus dem Konkurrenzkampf der Existenz auszusteigen und somit haben sie verkleinert eine Form gefunden weiterzubestehen. Im Bärlapp zeigen sich 350 Mio. Jahre Existenz und bei Naturkatastrophen ist der Fortbestand durch die Sporen gesichert. Die ersten Wälder waren aus Schachtelhalm, Bärlapp und Farn, die sich fast gleichzeitig entwickelt haben zu Größen von 50 m und sind dann auch gemeinsam kleiner geworden.

Erde konnte erst durch die Arbeit und Leben von Flechten entstehen.

Bei Begleitung von Menschen beginnt Renato die Behandlung immer mit Urpflanzen, denn sie führen uns zu unseren Archetypen und holen den Menschen genau dort ab, wo er kämpft oder was er fürchtet. Die Welt der Urpflanzen ist eine sinnliche Welt.

Auf die Frage „Wie kann der Mensch seine Urpflanze finden?“, meint Renato: „Gehen Sie in den Wald, was spricht Sie dort an und zwar sowohl das Lichte als auch das Schattige?  Beobachten Sie die Pflanze über längere Zeit, nehmen Sie ein Stückchen mit nach Hause und leben Sie damit. Oft kommen dann Klarträume als Antwort auf unsere inneren Fragen.“

Die ersten konkreten Anwendungserfahrungen hatte er mit Wurmfarn als Auflagen bei Ischias-Schmerzen.

Weniges von altem Volkswissen ist erhalten geblieben, leider viel im Strom der Zeiten verloren gegangen und wurde als Aberglaube abgetan. Die Urpflanzen sind Schutz-, Traum- , Kraft- und Meisterpflanzen. Wurmfarn wurde als Schutzpflanze in der Tasche getragen gegen böse Worte, Neid und Gier.

Im Interview und auch in seinem Buch gibt er genaue Antworten auf das Schmecken von Urpflanzen und warnt vor einigen Kochanwendungen bzw. sieht er sie nicht als küchenkonform wie andere Wildkräutern. Das Buch bietet einen reichen Schatz an Übungen, um mit dieser Urwelt in Kontakt zu treten und viele persönliche Erlebnisse und Geschichten bringen uns die Urpflanzen näher. Übersichtliche Pflanzenporträts, volksheilkundliche Anwendungen, meditative Einführungen zur Begegnung zeigen den tiefen Zugang, den Renato in vielen Jahrzehnten zu der Welt der Urpflanzen errungen hat.

Im 2. Teil des Interviews erfahren wir viel über die Welt der Düfte und den Zugang von Renato Strassmann – sehr lehrreich, informativ und regt zum Überdenken vieler Glaubenssätze zum Thema Duft an. Schenken Sie sich das Interview mit dem Kauf unseres Wissenspaketes 1.

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Rezept aus dem Buch Urpflanzen:

Das Hirschzungen-Elixier – Nach Hildegard von Bingen

Ist anzuwenden bei:

  • Chronischer Bronchitis
  • Asthma
  • Als Leber- und Lungenmittel
  • Bei chronischem Lungenleiden

Das benötigen wir:

6 g Hirschzungenfarn, getrocknet

1 Liter Wein

100 g Honig

5 g langer Pfeffer

20 g Zimtrinde

Zubereitung:

Hirschzungenfarn in Wein kochen

Den Honig, Pfeffer und Zimt hinzufügen

Ein zweites Mal aufkochen

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Kurmäßig in der 1. Woche 3 x täglich 1 Likörglas nach dem Essen, anschließend vor und nach dem Essen während 6-8 Wochen einnehmen

Der Inhalt ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen auf dieser Website dürfen keinesfalls als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete Ärztinnen und Ärzte angesehen werden..

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